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VW-Konzern zeigt sich robust in globalen Krisen – Gewinn und Ausblick sind Rückwind für Tarifrunde

Widrigen globalen Krisenherden zum Trotz hat der Volkswagen-Konzern starke Zahlen präsentiert und mit seinem Umsatz- sowie Gewinnausblick die Analystenerwartungen übertroffen. Zuversichtlich zeigte sich die Unternehmensseite, dass die Preissteigerungen durch höhere Rohstoff- und Energiekosten weitergegeben werden können. „Diese Möglichkeit der Kostenweitergabe haben die Beschäftigten natürlich nicht. Sie sind mit den unmittelbaren Härten des Teuer-Schocks durch die Inflation alleine konfrontiert und stehen vor großen Herausforderungen. Energie, Lebensmittel und Benzin – in allen Lebensbereichen sind die Preise explodiert, nur die Einkommen verweilen auf gleichbleibenden Niveau. De facto haben die Beschäftigten derzeit einen Realeinkommensverlust. Dieser Entwicklung muss mit einer nachhaltigen Entgeltsteigerung entgegengewirkt werden!“, fordert Thorsten Gröger, IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer der Gewerkschaft bei der Tarifrunde zum VW-Haustarifvertrag.


Natürlich sei es erfreulich, „dass der Konzern robust durch die Krisenlagen navigiert. Das ist vor allem das Verdienst der rund 125.000 Beschäftigten, die exzellente Arbeit leisten und maßgeblicher Erfolgsmotor des Konzernerfolgs sind. Diese Leistung verdient auch finanzielle Anerkennung in Form einer tabellenwirksamen Entgelterhöhung. Wenn Aktionäre eine Rekorddividende erhalten, dürfen die Beschäftigten nicht in die Röhre schauen. Mehr Entgelt sichert den Wohlstand im Land und stärkt letzten Endes vor allem die Kaufkraft, von der die gesamte Wirtschaft nachhaltig profitiert! Mit Rückenwind gehen die Kolleginnen und Kollegen in die Tarifrunde 2022, die im Herbst richtig an Fahrt aufnimmt!“, so Gröger weiter. Irritiert zeigt sich der Gewerkschafter über die indirekten Ausführungen des Finanzvorstands Arno Antlitz mit Blick auf die bevorstehenden Tarifverhandlungen: „Selbst, wenn die Intensität der Inflation hoffentlich abnimmt und nicht mehr in schwindelerregender Höhe wäre, werden die Preisanstiege in vielen Bereichen nicht zurückgehen, sondern ein teureres Niveau behalten. Es braucht eine monatliche, ordentliche Steigerung der Entgelte!“